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Leiterin Musiktherapie

Elke Rohde
 
Elke Rohde
Tel: (05821) 80 33 23

Chefarzt 
Neurologie und Fachübergreifende Frührehabilitation Neurologie

Dr. Gerber
Prof. Dr. Joachim Gerber

Sekretariat Neurologie

Marion Tietze
Marion Tietze
Tel: (05821) 80 31 70 
Fax: (05821) 80 31 60
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Musiktherapie

Musiktherapie ist ein künstlerischer Therapieansatz, der im Bereich der Neurorehabilitation seit über 20 Jahren eingesetzt wird. Die besondere Qualität dieser Therapieform besteht darin, dass sie aufgrund ihres nonverbalen Interaktions- und Kommunikationsmediums nicht auf die verbale Sprache angewiesen ist, um einen Austausch mit anderen zu ermöglichen.

Während Sprache vor allem in der linken Hemisphäre des Gehirns entsteht, wird Musik in beiden Gehirnhälften in verschiedenen Arealen verarbeitet. Mit Hilfe der musikalischen Parameter (z. B. Klang, Rhythmus, Melodie) können im Gehirn verschiedene Prozesse stimuliert werden, die wiederum bestimmte Wahrnehmungs- und Verhaltensreaktionen hervorrufen können.

Kommt es nach einer neurologischen Erkrankung oder Schädigung des Gehirns (z. B. bei Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose) zu verschiedenen Funktionsbeeinträchtigungen, kann Musiktherapie auf drei Ebenen ansetzen:

  • Verbesserung körperlicher Funktionen (z. B. Motorik, Sensorik, Koordination)
  • Verbesserung kognitiver Funktionen (z. B. Sprache, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Handlungsplanung)
  • Verbesserung psychischer Funktionen (z. B. Antrieb, Emotionen, soziale und interaktive Kompetenzen)

Hinweise zu den Indikationen finden Sie hier.


Übende Verfahren

In der neurologischen Musiktherapie (NMT) nach Thaut werden verschiedene Trainingstechniken angewendet, mit dem Ziel, sensomotorische, sprachliche oder kognitive Funktionen zu verbessern.

Nähere Informationen zu den übenden Verfahren finden Sie hier.

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Zitierte Literatur

  • Baumann, M. / Gessner, C. (Hg.) (2004): ZwischenWelten, Musiktherapie bei Menschen mit erworbener Hirnschädigung, Wiesbaden: Reichert Verlag, 2
  • Decker-Voigt, H.-H. et al. (2008): Lehrbuch Musiktherapie, München: Reinhardt Verlag, 23
  • Spintge, R. (Hg.) (2007): Musik im Gesundheitswesen, Bedeutung und Möglichkeiten musikmedizinischer und musiktherapeutischer Ansätze, Schwäbisch Gmünd: GEK Edition, 49, 52

Setting und Methoden

Einzel- und Gruppentherapie

Wir bieten Musiktherapie in Einzel- und Gruppensettings an. Je nach Mobilität und Belastbarkeit des Patienten finden die Einzeltherapien 2 Mal wöchentlich im Zimmer des Patienten oder im Musiktherapieraum statt und dauern 30 Minuten.

Methoden

In der Musiktherapie kommen aktive als auch rezeptive Methoden zum Einsatz. Für den Patienten sind keine musikalischen Vorkenntnisse oder Notenlesen erforderlich.

Aktive Musiktherapie beinhaltet das gemeinsame Musizieren auf leicht spielbaren Musikinstrumenten, die sich der Patient selber auswählt. Daneben gibt es auch das gemeinsame Singen von Liedern oder das freie Ausdrücken mit Hilfe der Stimme.

In der rezeptiven Musiktherapie spielt die Musiktherapeutin dem Patienten Klänge, Lieder oder Melodien auf Instrumenten vor bzw. von der Musikanlage ab, während sich der Patient ganz auf seine Empfindungen und Wahrnehmungen konzentrieren kann.


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