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Fahrradfahren: ein unterschätztes Risiko

Die Zahl der Fahrradunfälle ist viel höher als in der Polizeistatistik ausgewiesen, da viele Unfälle nicht gemeldet bzw. erfasst werden. Darauf weist eine aktuelle Veröffentlichung der neu gegründeten „Arbeitsgruppe Fahrradfahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie hin.

Dazu der Leiter der Arbeitsgruppe, Prof. J. Sturm: „Wer glaubt, dass zwei Räder sicherer sind als vier Räder, der unterliegt einem lebensgefährlichen Trugschluss.“ Besorgniserregend sei, dass 25% der Unfallopfer eine Kopfverletzung erleiden. Dies hänge auch damit zusammen, dass nur 6% der Radfahrer einen Helm trügen. Eine der Hauptursachen für schwere und tödliche Fahrradunfälle sei zudem der Alkoholkonsum. Drei Ratschläge sind zu beherzigen, um Unfällen und Unfallfolgen zu minimieren: Erstens das konsequente Tragen eines Fahrradhelms bei jeder Fahrt, und dass nicht nur von Kindern. Der Fahrradhelm ist die einzige „Knautschzone“ und reduziert das Risiko einer schweren Schädelhirnverletzung um 50%. Zweitens auf das Radfahren nach Alkoholkonsum verzichten. Das höchste Risiko für tödliche Fahrradunfälle tragen alkoholisierte Radfahrer, ganz gleich, ob sie stürzen oder mit einem motorisierten Fahrzeug kollidieren. Und drittens sollte die technische Ausstattung des Rades intakt sein. Zentrale Bedeutung hat die Sichtbarkeit von Rad und Radler. Auch beim Stehen und Schieben sollte der Fahrer in der Dunkelheit erkennbar sein – durch Reflektoren, helle Kleidung und Standlicht.



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